{"id":7338,"date":"2019-10-21T15:49:35","date_gmt":"2019-10-21T15:49:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mytwostotinki.com\/?p=7338"},"modified":"2019-10-21T15:49:43","modified_gmt":"2019-10-21T15:49:43","slug":"18-braun-vom-fall-eines-bulgarischen-intellektuellen-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mytwostotinki.com\/?p=7338","title":{"rendered":"18% Braun: Vom Fall eines bulgarischen Intellektuellen (II)"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Vor einiger Zeit <a aria-label=\"berichtete ich auf diesem Blog (opens in a new tab)\" href=\"http:\/\/www.mytwostotinki.com\/?p=7254\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">berichtete ich auf diesem Blog<\/a>, wie der bulgarische Schriftsteller Zachary Karabashliev sich f\u00fcr einen Veteranen der bulgarischen faschistischen und antisemitischen \u201eLegionen\u201c einsetzte und diesen (in einem sp\u00e4ter von ihm redigierten FB-Post, in dem er den Teil, der sich auf die Legion\u00e4rst\u00e4tigkeit dieses Mannes bezieht, l\u00f6schte) als Helden bezeichnete. \u00c4hnlich \u00e4usserte er sich in einem Fernsehinterview. Der Mann um den es geht, Dyanko Markov, wurde in der Vergangenheit mehrfach durch \u00c4usserungen, in der er die Deportation der Juden in den von Bulgarien annektierten Gebieten nach Treblinka als \u201erelativ menschlich\u201c bezeichnete, und der diese Deportation einer \u201efeindlichen Bev\u00f6lkerung\u201c \u00f6ffentlich in einer Rede im bulgarischen Parlament vor einigen Jahren rechtfertigte, bekannt. Er steht bis heute zu den Werten der Legion\u00e4re, der bulgarischen Organisation, die nach dem Abbild der deutschen SA gegr\u00fcndet wurde. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>In meinem Beitrag stellte ich fest, dass Karabashliev und seine teilweise schon einschl\u00e4gig hervorgetretenen Mitstreiter, von denen einige seit Jahren eine Kampagne zur Rehabilitation des Antisemiten und Faschisten <\/strong><strong>Dyanko Markov und der faschistischen und antisemitischen Organisation der Legion\u00e4re betreiben, einen konkreten Vorfall, der in dem Artikel geschildert wird, dazu benutzen, erneut ihre geschichtsrevisionistischen Thesen von der Heldenhaftigkeit der Legion\u00e4re, deren Gr\u00fcnder und F\u00fchrer Lukov eine von Nazis in ganz Europa heute verehrte Figur ist, zu propagieren. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Es ist eine schon mehrfach erprobte Taktik einer Mitstreiterin von Dyanko Markov, Personen, die einige f\u00fcr Markov und seine Unterst\u00fctzer unbequeme Tatsachen erw\u00e4hnen, mit w\u00fcstesten pers\u00f6nlichen Angriffen und Schimpfworten und ausserdem mit einer Klageandrohung wegen Verleumdung bzw. \u00fcbler Nachrede zu bedrohen. So war es auch keine \u00dcberraschung, dass mir Herr Karabashliev, wohl unter dem Einfluss der besagten Person, eine in h\u00f6flichem Ton gehaltene aber inhaltlich unversch\u00e4mte Nachricht zukommen liess, die mir ein Ultimatum von 48 Stunden gibt, meinen angeblich \u201everleumderischen\u201c Beitrag zu l\u00f6schen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nun kann ich zwar subjektiv nachvollziehen, dass \u2013 wie er selbst schreibt \u2013 mein Artikel ihm sehr unangenehm ist. Allerdings muss sich Herr Karabashliev hier an die eigene Nase fassen. H\u00e4tte er nicht den Versuch gemacht, einen Mann als Helden darzustellen, der \u2013 und das ist gerichtlich letztinstanzlich bereits festgestellt (Rechtssache Markov et al. vs. Yuliana Methodieva) bis heute zu den Idealen der antisemitischen Legion\u00e4re steht und ihre Werte propagiert, bei gleichzeitiger Holocaustrelativierung und -apologie, ein Mann, den man von Rechts wegen ungestraft einen Antisemiten und Faschisten nennen darf, w\u00e4re mein Artikel nie geschrieben worden. Und eine Stellungnahme, in der Herr Karabashliev in der Zwischenzeit ge\u00e4ussert h\u00e4tte, dass er sich eindeutig von den Legion\u00e4ren und dem Antisemiten und Faschisten Dyanko Markov distanziert \u2013 diese Stellungnahme habe ich bisher vergeblich erwartet. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was Herr Karabashliev offenbar bis heute nicht verstanden hat: w\u00e4re ein Dyanko Markov Legion\u00e4r gewesen und h\u00e4tte sich irgendwann in seinem Leben glaubhaft vom Antisemitismus und Faschismus dieser amoralischen Organisation distanziert, w\u00e4re mein Artikel ebenfalls nicht geschrieben worden. Aber Markov steht bis heute zu den Legion\u00e4ren und ihrem Antisemitismus und Faschismus, hat auch mehrfach am ber\u00fcchtigten Naziaufmarsch zu Ehren Lukovs teilgenommen, aber Karabashliev findet ihn heldenhaft und f\u00e4ngt dann an zu zetern und zu jammern, wenn jemand ihm sagt, dass er hier eine jahrelange Kampagne zur Rehabilitierung dieser antisemitischen und faschistischen Organisation unterst\u00fctzt, eine Rehabilitierung eines Mitglieds auch, der \u00fcberhaupt nicht gel\u00e4utert ist und der sich nie glaubhaft von dieser Organisation und ihren verbrecherischen Zielen <\/strong><strong>distanziert hat. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Herr Karabashliev hat entweder eine Dummheit von gigantischem Ausmass oder aber eine \u00dcberzeugungstat begangen und glaubt nun, nachdem ihn mehrere Personen daf\u00fcr \u00f6ffentlich kritisiert haben anscheinend, dass die Klageandrohung mich dazu veranlassen wird, meinen Post stillschweigend zu l\u00f6schen. Allerdings begeht Herr Karabashliev hier eine Fehleinsch\u00e4tzung. Einsch\u00fcchtern lasse ich mich n\u00e4mlich nicht. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ich hoffe in seinem eigenen Interesse, Herr Karabashliev wird von seinem Anwalt dar\u00fcber aufgekl\u00e4rt, dass nicht alles, was ihm pers\u00f6nlich unangenehm ist, Verleumdung darstellt. Und dass ich etwas Unwahres \u00fcber Herrn Karabashliev behauptet habe, wird er wohl nicht behaupten wollen. Das w\u00e4re dann n\u00e4mlich \u2013 da wahrheitswidrig \u2013 in der Tat Verleumdung durch Herrn Karabashliev und ergo strafrechtlich relevant. Falls er das nicht einsieht, steht ihm nat\u00fcrlich wie jedem B\u00fcrger der Rechtsweg offen, um zu kl\u00e4ren, wer von uns beiden hier das Recht verletzt hat, indem er Unwahres behauptet. Das Ergebnis k\u00f6nnte f\u00fcr Herrn Karabashliev durchaus \u00fcberraschend und noch viel unangenehmer sein als mein Artikel. In jedem Fall werde ich auch weiterhin und in Zukunft wohl auch vor einer gr\u00f6sseren internationalen \u00d6ffentlichkeit \u00fcber die geschichtsrevisionistischen Aktivit\u00e4ten gewisser Personen in Bulgarien berichten. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ob Herr Karabashliev Wert darauf legt, auch weiterhin mit antisemitischen, faschistischen und geschichtsrevisionistischen Kreisen in Bulgarien in Verbindung gebracht zu werden, oder ob er einsieht, dass er sich bei dieser Angelegenheit in etwas verrannt hat, was seinem Ansehen als Schriftsteller und Person nachhaltig schadet, weiss ich nat\u00fcrlich nicht. Der Schaden f\u00fcr sein Ansehen wird allerdings ungleich gr\u00f6sser und dauerhafter sein, wenn er den Gerichtsweg beschreitet. Es liegt ganz bei ihm. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>PS: <a aria-label=\"Hier (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/www.shalom.bg\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Report-Antisemitism-Moscow.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Hier<\/a> ein Bericht der bulgarischen j\u00fcdischen Organisation Shalom zum Antisemitismus in Bulgarien. Auf S. 8 finden auch Dyanko Markov und die Bulgarischen Legionen Erw\u00e4hnung. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Und <a aria-label=\"hier  (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/sofiaglobe.com\/2018\/10\/03\/bulgarian-jewish-organisation-shalom-unacceptable-for-defence-ministry-to-honour-dyanko-markov\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">hier <\/a>ein Bericht \u00fcber die drei abgewiesenen Klagen, mit denen die Journalistin Yuliana Metodieva in der Auseinandersetzung um Markov erfolglos mundtot gemacht werden sollte. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">\u00a9 Thomas H\u00fcbner and Mytwostotinki, 2014-9. Unauthorized use and\/or duplication of this material without expressed and written permission from this blog\u2019s author and\/or owner is strictly prohibited. Excerpts and links may be used, provided that full and clear credit is given to Thomas H\u00fcbner and Mytwostotinki with appropriate and specific direction to the original content.\ufeff<\/pre>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><div class=\"dmrights_badge\">\r\n\t\t<script type=\"text\/javascript\">\r\n\t\t\tcatalogCode = \"AAA-1100-01\"\t\t\r\n \t\t<\/script> \r\n\t\t<div id=\"DMR-seal\"><\/div>\r\n\t\t<script type=\"text\/javascript\" src=\"http:\/\/ipregistry_wp.dmrights.com\/dmr.js\"><\/script>\r\n\t\t<\/div><br \/>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor einiger Zeit berichtete ich auf diesem Blog, wie der bulgarische Schriftsteller Zachary Karabashliev sich f\u00fcr einen Veteranen der bulgarischen faschistischen und antisemitischen \u201eLegionen\u201c einsetzte und diesen (in einem sp\u00e4ter von ihm redigierten FB-Post, in dem er den Teil, der sich auf die Legion\u00e4rst\u00e4tigkeit dieses Mannes bezieht, l\u00f6schte) als Helden bezeichnete. \u00c4hnlich \u00e4usserte er sich [&hellip;]<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on wp_trim_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_is_tweetstorm":false,"jetpack_publicize_feature_enabled":true},"categories":[428],"tags":[399,62,2093,1894,429,872,2128,731,1923],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p4yNbb-1Um","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.mytwostotinki.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7338"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.mytwostotinki.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.mytwostotinki.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mytwostotinki.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mytwostotinki.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7338"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.mytwostotinki.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7338\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7353,"href":"https:\/\/www.mytwostotinki.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7338\/revisions\/7353"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.mytwostotinki.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7338"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mytwostotinki.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7338"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mytwostotinki.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7338"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}