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Again Women in Translation Month

Incredible how fast one year has passed – another Women in Translation Month!

My modest contribution to Women in Translation Month is an overview regarding the books by female authors (or co-authors) I have reviewed, mentioned or from which I have translated texts (poetry) that I have published on this blog since last years’ Women in Translation Month:

Bozhana Apostolowa: Kreuzung ohne Wege
Boika Asiowa: Die unfruchtbare Witwe
Martina Baleva / Ulf Brunnbauer (Hg.): Batak kato mjasto na pametta / Batak als bulgarischer Erinnerungsort
Veza Canetti / Elias Canetti / Georges Canetti: “Dearest Georg!”
Veza Canetti: The Tortoises
Lea Cohen: Das Calderon-Imperium
Blaga Dimitrova: Forbidden Sea – Zabraneno more
Blaga Dimitrova: Scars
Kristin Dimitrova: A Visit to the Clockmaker
Kristin Dimitrova: Sabazios
Iglika Dionisieva: Déjà vu Hug
Tzvetanka Elenkova (ed.): At the End of the World
Tzvetanka Elenkova: The Seventh Gesture
Ludmila Filipova: The Parchment Maze
Sabine Fischer / Michael Davidis: Aus dem Hausrat eines Hofrats
Heike Gfereis: Autopsie Schiller
Mirela Ivanova: Versöhnung mit der Kälte
Ekaterina Josifova: Ratse
Kapka Kassabova: Street Without a Name
Gertrud Kolmar: A Jewish Mother from Berlin – Susanna
Gertrud Kolmar: Dark Soliloquy
Gertrud Kolmar: Das lyrische Werk
Gertrud Kolmar: My Gaze Is Turned Inward: Letters 1938-1943
Gertrud Kolmar: Worlds – Welten
Harper Lee: To Kill a Mockingbird
Sibylle Lewitscharoff: Apostoloff
Nada Mirkov-Bogdanovic / Milena Dordijevic: Serbian Literature in the First World War
Mary C. Neuburger: Balkan Smoke
Milena G. Nikolova: Kotkata na Schroedinger
Nicki Pawlow: Der bulgarische Arzt
Sabine Rewald: Balthus: Cats and Girls
Angelika Schrobsdorff: Die Reise nach Sofia
Angelika Schrobsdorff: Grandhotel Bulgaria
Tzveta Sofronieva: Gefangen im Licht
Albena Stambolova: Everything Happens as it Does
Maria Stankowa: Langeweile
Danila Stoianova: Memory of a Dream
Katerina Stoykova-Klemer (ed.): The Season of Delicate Hunger
Kathrine Kressmann Taylor: Address Unknown
Dimana Trankova / Anthony Georgieff: A Guide to Jewish Bulgaria
Marguerite Youcenar: Coup de Grâce
Edda Ziegler / Michael Davidis: “Theuerste Schwester“. Christophine Reinwald, geb. Schiller
Rumjana Zacharieva: Transitvisum fürs Leben
Virginia Zaharieva: Nine Rabbits
Anna Zlatkova: fremde geografien
The Memoirs of Glückel from Hameln

What remarkable translated books by women have you read recently or are you reading right now?

 © Thomas Hübner and mytwostotinki.com, 2014-6. Unauthorized use and/or duplication of this material without expressed and written permission from this blog’s author and/or owner is strictly prohibited. Excerpts and links may be used, provided that full and clear credit is given to Thomas Hübner and mytwostotinki.com with appropriate and specific direction to the original content.

 


Anekdote aus dem Kalten Krieg

H. war in den ersten Jahren, nachdem er als Ergebnis schier endloser Fahrstunden den Führerschein bei der Bundeswehr erworben hatte, ein grottenschlechter Autofahrer. Das allein wäre sicher nicht der Erwähnung wert, jedoch wollte es eine Instanz, die wir für gewöhnlich gedankenlos “Schicksal” nennen, die aber einfach das Resultat bürokratischer Prozesse war, deren Logik sich dem Normalsterblichen entzog, dass H. in seiner Dienstzeit beim Militär – 15 Monate und 12 Tage; die 12 Tage sind eine andere Geschichte, die hier nichts zur Sache tut – nicht nur als Nachschubbuchführer, sondern auch als Kraftfahrer, und zwar als Chauffeur von Staffelführer Hauptmann Z., Dienst tun sollte. Der Staffelführer, ein korrekter, wenngleich manchmal leicht cholerischer Mann, schätzte H.’s unsicheren und leicht chaotischen Fahrstil durchaus nicht. Ein Unfall mit Sachschaden trug dazu bei, dass beide, H. und Z., der nächsten gemeinsamen Autofahrt mit erheblicher Nervosität entgegensahen.

Am betreffenden Morgen setzte sich Z. etwas zögerlicher in den Dienstwagen, den H. steuern sollte. Nachdem der Wagen das Kasernentor passiert hatte und um die erste Kurve gebogen und das Kasernengelände außer Sicht gelassen hatte, gab Z. das für H. überraschende Kommando: “Anhalten!” Kaum zum Stillstand gekommen erfolgte ein noch überraschenderes zweites Kommando: “Aussteigen! Fahrerwechsel!” Reichlich verdutzt stieg H. aus und ging um das Fahrzeug herum zur Beifahrertür, während der entschlossen wirkende Z. sich bereits ans Steuer des Wagens gesetzt hatte. Ohne ein weiteres Wort zu wechseln fuhren Gefreiter H. und der ihn chauffierende Hauptmann Z. an diesem Tag mehrere hundert Kilometer und absolvierten, von mehreren ebenfalls schweigend verbrachten Kaffee- und Essenspausen unterbrochen ihr Tagespensum, dessen Sinn sich H. ebenso wenig erschloss wie sein Dienstposten als Fahrer.

Als sie am Abend auf der Rückfahrt wieder an den Platz kamen, wo morgens der unerwartete Fahrerwechsel stattgefunden hatte, hielt Z. den Wagen an und stieg mit dem diesmal eine Spur beiläufiger klingenden Kommando: “Fahrerwechsel!” aus, wonach sie erneut die Plätze tauschten und H. die letzten 200m den Wagen mit Hauptmann Z. auf dem Beifahrersitz in die Kaserne lenkte, so dass für Außenstehende keineswegs etwas Bemerkenswertes zu verzeichnen war. Dieses kleine Schauspiel für den Rest der Kompanie, die von dem Geheimnis, dass der Hauptmann und der Gefreiter teilten, nie etwas erfahren sollten, wiederholte sich von diesem Moment an während des überwiegenden Teils von H.’s Dienstzeit mehrmals wöchentlich.

Auf die gelegentliche Frage, wie er denn seine Militärzeit zugebracht habe, antwortete H. später stets wahrheitsgemäß, dass er, H., diese Zeit hauptsächlich damit verbracht habe, sich von seinem Dienstvorgesetzten tagelang durch den Hunsrück und den Westerwald chauffieren zu lassen.

Prishtina, 23.07.2016 

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